Verwaltervollmacht WEG-Verwaltung Hausverwalter

Verwaltervollmacht vorlegen bei Vertragskündigung (WEG-Verwalter)

Verwaltervollmacht: Dies ist ein schönes Beispiel dafür, wie wichtig die Vorlage dieser Urkunde sein kann:

Ein Geschäftsprozess, der durchaus häufiger auftritt: Der WEG-Verwalter wird mit der Vertragskündigung eines Versorgers, Dienstleisters o.ä. beauftragt. Sehr sinnvoll ist die Vorlage der Verwaltervollmacht in solchen Fällen

Im vorliegenden Fall kündigte ein frisch neubestellter Verwalter einem Hausmeisterdienst, nachdem dies von der Eigentümergemeinschaft bereits im Vorfeld so beschlossen wurde.

Die Kündigung erfolgte via Fax und fristlos aufgrund von nicht zufriedenstellender Ausführung des Auftrages.

Die Verwaltervollmacht der Eigentümergemeinschaft legte der WEG-Verwalter allerdings nicht als Anhang bei.

Der Geschäftsführer des Hausmeisterdienstes widersprach dieser fristlosen Kündigung daraufhin, da die Verwaltervollmacht nicht anhängig war.

Das wurde dann bis zum BGH hocheskaliert, das Urteil sah wie folgt aus:

Die Vertragskündigung ohne vorlegte Vollmacht der Gemeinschaft war ungültig.

Der Verwalter kann und muss von den Wohnungseigentümern eine sog. Vollmachts- und Ermächtigungsurkunde ausstellen lassen, um im Namen der Eigentümergemeinschaft handlungsfähig zu sein. Das ist auch im WEG unter §27 unter Satz 6 so fixiert.

Der Empfänger der Willenserklärung (Die Kündigung des Hausmeisterdienstes ist ja eine Willenserklärung) muss erkennen können, wie weit sich der Umfang der Vertretungsvollmacht definiert. („Darf der Verwalter den Vertrag mit mir überhaupt im Namen der Eigentümer kündigen?“)

BGH III ZR 443/13