Lärmprotokoll

Lärmprotokoll: Abmahnung und Kündigung bei Lärm

Lärmprotokoll zwingend erforderlich, wenn ein Mieter nachhaltig den Hausfrieden stört, auch hier haben die Gerichte bereits entschieden:

Wenn ein Mieter wiederholt gegen die Hausordnung verstößt, indem er mit Lärm die Ruhe der anderen Mieter stört, kann er nach vorheriger Abmahnung mit Hinweis auf die Hausordnung das Mietverhältnis gekündigt werden.

Wichtig ist jedoch, dass bei der vorhergehenden Abmahnung

nicht summarisch auf die Lärmbelästigungen eingegangen wird, sondern konkret aufgelistet sein muss, wann (Zeitpunkt), wie (Art des Lärms) und die wie lange (Dauer) die Lärmbelästigung stattfand. Das Landgericht Stuttgart pochte auf diese „substantiierte Darlegung“ in seinem Urteil.

Landgericht Stuttgart, Aktenzeichen 19 T 33/06

Wie hat nun so ein Lärmprotokoll auszusehen?
Zweckdienlich ist es, wenn in diesem Lärmprotokoll folgende Angaben enthalten sind:

– die Lärm-Art (z.B. Musik aus der Hifi-Anlage)
– das entsprechende Datum, wann der Lärm stattfindet
– die Dauer des Lärms (z.B. 3 Stunden lang)
– die Lärmintensität
– die Uhrzeit (z.B. „21:00 – 23:00 Uhr“)
– und natürlich den Lärmverusacher (z.B. die Wohngemeinschaft Hansen und Schmidt aus dem 3.OG)