Katzenklo

Katzenklo: nein, Katze: ja (WEG-Recht)

Die Tierhaltung ist öfter mal Gegenstand von Prozessen von Eigentümern innerhalb einer Eigentümergemeinschaft. Hier ein Urteil zum Thema Katzenklo:

Das Alleingebrauchsrecht nach §13 Abs. 1 WEG sichert dem Eigentümer ja den Ausschluss von Einwirkung anderer auf sein Sondereigentum, während § 14 Nr. 3 WEG ganz klar aussagt, dass

Einwirkungen auf die im Sondereigentum stehenden Gebäudeteile zu dulden sind, solange diese auf zulässigen Gebrauch nach § 14 Nr. 1 und 2 beruhen. Hierbei sind auch Nachteile und Beeinträchtigungen zu dulden, die nicht über das „unvermeidliche Maß bei geordnetem Zusammenleben hinausgehen“.

Das Landgericht Bonn hat hieraus abgeleitet, dass ein Wohnungseigentümer keinesfalls die Verschmutzung seiner Dachterrasse durch Katzenkot einer Katze eines anderen Wohnungseigentümers dulden muss, jedoch das Betreten einer Katze einer solchen Dachterrasse billigend in Kauf nehmen muss, wenn es sich im Rahmen der Interessensabwägung aufgrund des nachbarschaftlichen Rücksichtnahmegebots im Sinne von §14 Nr. 1 WEG lediglich um eine geringfügige Beeinträchtigung handelt. Schlußfolgernd heißt das in dem konkreten Fall: Katze ja, Katzenklo nein.

Landgericht Bonn, 8 S 142/09 n.v.

 

Weiterführende Links zum Thema:

Definition Katzenklo auf Wikipedia